Rentabilität der PV-Anlage



Die Rentabilität spielt bei den meisten Privatpersonen, die sich für den Kauf einer Solaranlage entscheiden, eine übergeordnete Rolle. Eine Rentabilitätsrechnung im Bereich Photovoltaik basiert auf mehreren Komponenten und ist idealerweise schon vor dem Erwerb einer PV-Anlage durchzuführen. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass die Fotovoltaik Rentabilität in den vergangenen Jahren deutlich gesunken sein müsste. Zu begründen wäre diese Annahme vor allen Dingen im stetigen Absinken der PV Förderung, die sich in den letzten drei Jahren nahezu halbiert hat. Konnten Betreiber einer Photovoltaikanlage vor etwa zehn Jahren noch mit einer Einspeisevergütung von über 50 Cent pro Kilowattstunde Strom profitieren, so wird heutzutage nicht einmal mehr ein Betrag von 15 Cent pro Kilowattstunde erzeugtem und eingespeistem Solarstrom gezahlt.

Kosten und Einnahmen gegenüberstellen

Gäbe es im Bereich der Rentabilitätsrechnung nur die Einnahmenseite, so wäre die Fotovoltaikanlage sicherlich für viele Betreiber nicht mehr wirtschaftlich. Es muss auf der anderen Seite aber auch berücksichtigt werden, dass nicht nur die Einspeisevergütung in den vergangenen Jahren deutlich gesunken ist, sondern der Preisverfall trifft ebenfalls auf die Anschaffungspreise einer Photovoltaikanlage zu. Derzeit betragen die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage pro kWp Leistung durchschnittlich nur noch rund 1.500 Euro, während Käufer vor zwei bis drei Jahren noch mehr als den doppelten Betrag zahlen mussten. Den gesunkenen Einnahmen stehen also definitiv gesunkene Kosten gegenüber, die in erster Linie aus den reduzierten Anschaffungskosten bestehen.

Was beinhaltet die Rentabilitätsrechnung?

Wenn es nun um die Berechnung der Rentabilität der Fotovoltaikanlage geht, so müssen sowohl die einmaligen als auch die laufenden Kosten über einen bestimmten Zeitraum hinweg den zu erwartenden Einnahmen gegenübergestellt werden. Auf der Kostenseite müssen die Anschaffungskosten sowie Ausgaben für Montage, Installation, Wartung und Rücklagen den Einnahmen in Form der Einspeisevergütung gegenübergestellt werden. Geht man davon aus, dass eine Solaranlage in Deutschland mit einer durchschnittlichen Leistung von vier kWp etwa 4.000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen kann, so würde sich daraus ein jährlicher Ertrag von etwa 600 Euro ergeben. Fallen auf der Kostenseite beispielsweise Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt 7.000 Euro sowie laufende Kosten von jährlich etwa 200 Euro an, so würde sich der Erwerb der Anlage ungefähr nach 15 Jahren amortisieren. Ab diesem Zeitpunkt kann dann ein Gewinn erwirtschaftet werden, sodass die Rendite im Folgenden davon abhängt, über welchen Zeitraum hinweg die Solaranlage noch genutzt wird.





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